Zeittafel zur Geschichte der

Stadt Trochtelfingen

10000 v. Chr. – 300 n. Chr.

Früheste Besiedlung

10000 - 2000 v. Chr.

Funde aus der Steinzeit im Stadtgebiet (Ferdinand Pfannstiel, Hobby- Archäologe, Trochtelfingen )

2000 - 800 v.Chr.

Auf der Haid viele vorgeschichtliche Funde aus der Bronze- und Eisenzeit (Hügelgräber), um 1900 :ca. 190 Hügelgräber katalogisiert.

Im Stadtgebiet wurden Siedlungshinweise aus der Bronzezeit gefunden.

400 v. Chr. – 100 n. Chr.

Keltische Besiedlung in unserer Gegend; hinterließen Kulturgüter (noch heute z.B. an den Flurnamen ablesbar)

Nach 74 n. Chr.

Der römische Statthalter von Rätien lässt Donaukastelle auf die Alb vorverlegen, u.a. nach Burladingen und Gomadingen

212 / 213 n. Chr.

Erste Erwähnung der Alemannen in Südwestdeutschland

259 / 260 n. Chr.

Franken und Alemannen überrennen den römischen Limes.

1. Welle der Völkerwanderung

300 n. Chr. – 1316

Wechselnde Herrschaften in Trochtelfingen

4.Jahrhundert n.Chr.

Trochtelfingen ist eine frühalemannische Gründung

(„bei den Söhnen des Trochtolf“)

Nach 555

Christianisierung durch die Franken

ca. 670 - 730

Errichtung der „Leut-oder Pfarr- und Taufkirche St. Martin von Tours“

700 – 750

Einteilung in Gaue und Baaren, Pfarrei St. Martin gegründet (große Markung, große Pfarrei)

Nach 750

Auf Grund der Grafschaftsverfassung bildet sich u.a. der „Burichingagau“, zu dem Trochtelfingen kommt

5.9.766

Es wird von Schenkungen von Gütern durch Lipher in der „trogolsfinger marca“ an die Reichsabtei (Kloster) Lorsch (Bergstraße) berichtet

Um 770

Erste urkundliche Nennung von Trochtelfingen im „Codex Laureshamensis“ (Lorscher Codex)

1.10.775

Hecko  schenkt Güter in Trogolfinger Mark an das Kloster Lorsch

786 – 789

Gründung der Dekanate im Bistum Konstanz. Dabei auch Gründung  des Dekanates Trochtelfingen-Ringingen (früher Landkapitel genannt)

9. – 11. Jahrhundert

Trochtelfingen gehört zum Gau Achalm-Gammertingen

Ab 1095

Grafen von Tübingen sind vermutlich Herren in Trochtelfingen (1146 zu Pfalzgrafen ernannt)

Um 1100

Graf Ulrich von Gammertingen (1101 gestorben), als Inhaber des südlichen Achalmgaues, Besitzer von Trochtelfingen. Er ist Rechtsnachfolger der Grafen von Grüningen oder Gröningen (noch 1121).

1161

Nennung von Trochtelfingen bei Zehntstreit in Bernloch. Trochtelfingen im Besitz der Grafen von Gammertingen.

1182 – 1219

Pfalzgraf Rudolf von Tübingen ist Oberherr von Trochtelfingen. In seine Zeit fällt vermutlich die Erhebung zur Stadt. Sein Bruder Hugo nennt sich Graf von Montfort-Werdenberg

1. Stadtbefestigung

Ende 12. Jahrhundert

Trochtelfingen im Besitz von Berthold von Neuffen

1230 – 1250

Götzfried von Trochtelfingen gießt die älteste Glocke in Württemberg in Ebhausen/Nagold

1256

Die Hohenberger sind die Herren von Trochtelfingen (Von Pfalzgraf Hugo II von Tübingen1189 als Vasallen/Lehensherren bestellt.)

Im 13./ 14.Jahrhundert

Ortsadel in Trochtelfingen mehrfach erwähnt

1275

Pfarrei erwähnt im liber decimationis, große Pfarrei: tituli majores

1287

Graf Eberhard von Württemberg besitzt Güter in Trochtelfingen

1310

Grafen von Hohenberg (Lehensherren der Pfalzgrafen von Tübingen) verkaufen:“ir aigenschaft an Trochtelfingen, der statt“, an Graf Eberhard I. von Württemberg.

1316 – 1534

Die Werdenberger in Trochtelfingen

1316

Graf Eberhard I. von Württemberg gibt seiner Tochter Agnes bei der Heirat mit Graf Heinrich von Werdenberg Trochtelfingen als Heiratsgut. Dessen Sohn Eberhard (verstorben 1383) ist Gründer der Linie „Werdenberg – Trochtelfingen – Sigmaringen“. Residenz ist Trochtelfingen.

1320

Brand und Zerstörung der Stadt Trochtelfingen im Kriege Ludwig des Bayern gegen Friedrich von Österreich. Werdenberger auf Ludwigs Seite (Trochtelfinger Linie).

1321

Graf Heinrich von Werdenberg baut Stadt, Kirche St. Martin (Turm und Chor stammen aus dieser Zeit) und Befestigungsanlagen wieder auf.

1322

Älteste Urkunde der Stadt, darin ist die Hennensteinkapelle erwähnt (älteste Kapelle Trochtelfingens). Ehemalige Einsiedelei der Bruderschaft der Begharden (halbklösterliche Gemeinschaft).

1328

Pfalzgrafen von Tübingen besitzen in Trochtelfingen noch Güter

1354

Zur Pfarrei Trochtelfingen gehören: Steinhilben, Wilsingen, Herschwag, Meidelstetten, Bernloch.

1363

Erhardskapelle erstmals genannt. Ist Friedhofskapelle im Talweg (1910 nach Westen verlängert)

1364

Unteres Tor genannt {beim Haus Marktstrasse 34}

1364

Beinhaus (Michaelkapelle) {Südseite der St. Martinskirche}

1366

Badestube in der Neckarhalde (Kosten: Männer 3 Heller, Weibspersonen 4 Heller, Kinder 1 Heller)

1367

St. Martin zu Pferd als Stadtsiegel (ältestes erhaltene)Frühmeßpfründe gestiftet

1383 – 1416

Graf Eberhard von Werdenberg, Stifter des Erbbegräbnisses in der St. Martinskirche Trochtelfingen

1386

Trochtelfingen hat eigenes Maß

1388

Nach der Schlacht bei Döffingen kommen die Reutlinger. Da die Tore geschlossen sind, gehen sie auf die Felder und schleppen 30 Bürger fort und töten 20. {Krieg der freien Reichsstädte gegen den Adel unter Führung der Württemberger},

1392

Reutlinger brennen die Stadt teilweise nieder

1400

Antoniuspfründe gestiftet. Altar steht in der St. Martinskirche.

1406

138 Bürger der Stadt namentlich genannt

1408

Trochtelfingen hat eigene Währung (noch 1549)

1413

Graf Eberhard stiftet Erhardspfründe

1414

Ludimagister genannt (Schulmeister)

1416

Liebfrauenpfründe gestiftet {Kapelle, heute Kapellgasse 27}

1417

Jakobsaltar in St. Martin mit Kaplan

1421

Städtische Ziegelhütte genannt (bis 1905 aktiv) {heute bei Brechgrube 15}

1421

Stiftung der Jakobs- und der Michaelispfründe

1422

Stiftung des Hennensteinbenefiziums (Pfründe)

Um 1430

Fresken in der Erhardkapelle: von Heinrich Gretzinger, einem Trochtelfinger, gemalt

Um 1430

Trauernde Frauen in Michaelkapelle von „Trochtelfinger Meister“ geschaffen

1441

Graf Eberhard III erhält Trochtelfingen, Salmendingen, Melchingen, Stetten, Steinhilben, Erpfingen, Mägerkingen, Oberstetten und Herrschaft Jungnau mit Schiltau, Inneringen, Storzingen, Ober- und Unterschmeien, Nickhof, Blättringen und Hochberg

1442

Untere und obere Mühle württembergisch

1445

Stadt hat freien Salzhandel

1446 / 47

Württemberger wollen Trochtelfingen wieder an sich ziehen.
Werdenberger behaupten sich

1451

Erbauung des Langhauses der Kirche St. Martin durch Graf Eberhard III

1465

Graf Johann II von Werdenberg-Heiligenberg gestorben.
Kenotaph in der Kirche zu Trochtelfingen

1470

Weihe der Kapelle (genannt „Kapell“) „Unserer lieben Frau“ vor dem oberen Tor. Jahreszahl 1442 (1472?) {heute Kapellgasse 27}

1474

Einweihung der ‚Haidkapelle’.
Erbaut durch die Grafen von Werdenberg an der Grenze zwischen Württemberg und Hohenzollern {an der B313, Abzweig nach Erpfingen}

1475

Seelenkaplanei mit Altar genannt

1475

Älteste bekannte Stadtsteuerregulierung (von 1 Pfund 1 Heller Steuer) dabei Rathaus genannt

1478

Bischof Johann von Werdenberg zu Augsburg stiftet Ablaß für Trochtelfingen

Mitte / Ende
15. Jahrhundert

Bau des Schlosses

Um 1480

„Das jüngste Gericht“, Fresko in der Kirche St. Martin, gemalt

1488 – 1504

Werdenberger Inhaber der Herrschaft von Zimmern.
In dieser Zeit Instandsetzung des Schlosses und Bau des dreifachen Mauerrings mit Erbauung des Hohen Turms (6 Stockwerke mit Spitzdach)

Um 1490

Melchior Fattlin geboren, später Weihbischof von Konstanz

1495

Glocke auf Hennenstein gegossen

1497

Einkünfte der Herrschaft Trochtelfingen: 990 rheinische Gulden

1498

Magdalenenpfründe gestiftet {bestand als letzte bis 1848, Pfarrgasse 8}

Um 1500

Es bestanden neun „Pfründe“, meist von herrschaftlichen Mitgliedern gestiftet. Jede Pfründe stellte einen Kaplan, dem ein sog. Kaplaneihaus zur Verfügung stand, ebenso ein Altar.

Um 1500

Erste Schulanfänge auf Initiative der Kirche

1501

Gemeinsames Chorgebet in der Kirche. Orgel aufgestellt. Friedhofverlegung vom Kirchplatz an den heutigen Standort (Erhardkapelle)

1501

Kirche St. Martin zur Kollegialkirche (Stiftskirche) erhoben

Um 1522

Stiftung des Kreuzpartikels (Graf Johann von Werdenberg)

29.1.1534

Graf Christoph von Werdenberg stirbt als letzter im Mannesstamm im Schloß Sigmaringen. Übergang der Grafschaft an Graf Friedrich III von Fürstenberg durch Vermählung mit Anna von Werdenberg (Alleinerbin).

1534 – 1806

Unter fürstlich Fürstenbergischer Herrschaft

1534

Durch die Vermählung von Anna von Werdenberg mit Graf Friedrich III von Fürstenberg fällt die Herrschaft Trochtelfingen an Fürstenberg. Trochtelfingen bleibt fürstenbergische Obervogtei bis zum Jahre 1806.

Ab 1534

Wohnt der Obervogt im Schloß

Um 1550

Schulwesen in Trochtelfingen eingeführt unter Pfarrer Kaspar Fattlin (Bruder des Weihbischofs Melchior), Lateinschule erwähnt.

1563

Wochenmarkt am Samstag, noch 1655, dann auch am Donnerstag

1564

Schützengesellschaft erstmals erwähnt

1584

Herrschaft Trochtelfingen: Trochtelfingen, Steinhilben, Melchingen, Ringingen, Salmendingen

1595

Brunnenfassung der Seckach-Quelle mit Leitung bis zum Stadtbrunnen

Pestjahre

Pest in Trochtelfingen:

1609 – 1635

1609 :  42 Tote bei 400 Kommunikanten

1610 / 11 - 1630

47 Pesttote

1635

171 Tote bei 600 Einwohnern

 

275 Tote, darunter 65 Fremde

1618

Stiftung der Monstranz durch Graf Friedrich IV zu Fürstenberg

1618 – 1648

Dreißigjähriger Krieg. Mehrmals wechselnde Besetzung durch Schweden und Franzosen

1638

Schweden in Trochtelfingen

Um 1640

Das Totenbuch verzeichnet Tote aus 21 fremden Gemeinden, die Zuflucht im befestigten Trochtelfingen suchten.

1647

Franzosen in Trochtelfingen

1649 - 50

Schweden in Trochtelfingen

1652

Generalrechnung der Bürgerschaft: „alles ist tot und ab, was alt ist.“

1655

Festlegung der (1.) Zunftordnung

1660

Burgkapelle erbaut durch Gräfin Elisabeth Franziska zu Fürstenberg

1675

Trochtelfingen muss 200 Musketen, 50 Pistolen und eine Anzahl Karabiner aus „ihrem Beutel“ bezahlen.

1677

Große Armut im Amt wegen Türkenkriegen

1684

Schützenordnung vorhanden

1686

Teilweise Erneuerung der Stadtmauern

Um 1700

Christi-Ruh-Kapelle erbaut am Beginn des Stationenwegs zur Burgkapelle { Mauritiusweg}

1707

Überarbeitung der Herrschaftsordnung

2.4.1717

Bildung der insgesamt 4 Zünfte ( 1. Geschenkte Zunft, 2. Handwerker für Lebensmittel,
3. Schwere Zunft, 4. Bekleidungsgewerbe)

1724

Neuguß der Kirchenglocken durch Gebrüder Rozier von Rottenburg

11.9.1726

Großer Stadtbrand, 52 Häuser brennen ab, 72 Haushaltungen und 15 Einzelpersonen werden obdachlos. Städtische Akten vernichtet. Große Verarmung der Untertanen. – Nach dem Brand sind die meisten Fachwerkhäuser erbaut worden. {23.9.1726: Großer Stadtbrand in Reutlingen}

1737

Fruchtkasten neu errichtet

1747

Neubau des Rathauses, später Schulhaus {heute Rathausplatz 1}

1755

Fürstenbergische Feuerordnung erlassen

1768 - 69

Große Auswanderung nach Ungarn, ebenfalls 1776

1779

Heiliger Mauritius kommt auf den Stadtbrunnen {Höhe Gasthaus Greifen}

1785

In Trochtelfingen werden 138 Handwerker gezählt

1785 - 87

Landaufnahme der Gemarkung

1785 – 86

24 Familien wandern nach Ungarn aus

1787

Errichtung einer bürgerlichen Schauspielgesellschaft

Um 1792

Mittleres Waschhäusle an der Seckach erbaut (noch vorhanden)

1800

6000 Franzosen in Trochtelfingen, die Stadt verarmt (viele Familien wandern nach Ungarn aus)

1800

Aufführung der Passion, alle 3 Jahre, 9000 Besucher

1803

Postverbindung nach Riedlingen

1806

Napoleon I hebt das Fürstentum Fürstenberg auf (Mediatisierung)

1806 -1945

Unter der Herrschaft von Hohenzollern Sigmaringen / Preußen

1806

Trochtelfingen kommt zu Hohenzollern/Sigmaringen und ist hohenzollerische Obervogtei bis 1850

1807

Große Orgel auf die obere Empore verlegt (Kirche St. Martin)

1809

Wilsingen wird eigene Pfarrei

1810

Stadt erhebt noch Zoll und Wegegeld

1811

Auflösung des Landkapitels Trochtelfingen

Ab 1812

Zerfall und teilweiser Abbruch der Stadttore und Stadtmauern

1812

Bierturm vor Obertor abgebrochen { Höhe Kapellgasse 2}

1813

Abbruch des gedeckten Ganges zwischen Schloss und Kirche

1813

Verbündete in Trochtelfingen (Allianz gegen Napoleon)

1815

Letztmals Diebesturm erwähnt (beim unteren Tor)

1821

Chorgebet wird abgeschafft

1822

Hoher Turm: Spitzdach und 2 Stockwerke abgenommen

1823

Umbau der Kirche in heutige Gestalt (Decke und Sakristei) für4.100 Gulden (5-teilige Holzdecke durch Tonnengewölbe ersetzt) und Genehmigung zum Abbruch der Michaelkapelle (erfolgte aber erst 1838)

1824

Pfarrei Hörschwag wird ausgepfarrt und der Pfarrei Stetten u. H. zugeordnet

1829

Posthaus in der Haid gebaut {heute Haid Nr. 9}

1838

Abbruch der Michaelkapelle {an der Südwestecke der Kirche}

1842

Versetzung des Stadtbrunnens an seinen heutigen Platz

1843

Verkauf der Kappel {heute Kapellgasse 27} von der weltlichen Behörde um 782 fl. Umbau zu einem Privathaus (dafür Kreuz aufgestellt)

1845

Steinhilben wird eigene Pfarrei

1848

Gesetzesänderung, die viele Steueraktivitäten auslöst

1849 / 50

Hohenzollern kommt zu Preußen

1851

Trochtelfingen wird preußisches Oberamt (bis 1861)

1861

Zusammenlegung mit Oberamt Gammertingen

1869

Stadt kauft Schloß von Fürstenberg als Rat- und Schulhaus. Altes Rathaus an Privat veräußert.

1879 / 80

3 neugotische Altäre und Taufstein kommen in die St. Martinskirche,

 

4 gemalte Chorfenster, Kreuzwegstationen zur Burgkapelle hinauf errichtet

1883

Stadt wird zur Landgemeinde herabgestuft (die Umsetzung erfolgt erst 1900)

1889

Fürstenberg löst Rentamt auf, Gebäude verkauft an Privat {heute Rathausplatz 7}

1896

Bau des Schwesternhauses (gestiftet von Pfarrer Matter) {heute Am hohen Turm 5}

15.03.1896

Pfarrer Matter wird bei seinem Rücktritt in den Ruhestand Ehrenbürger von Trochtelfingen als Dank für seine ‚mannigfachen Zuwendungen an die Gemeinde’

02.07.1900

Inkrafttreten der Hohenzollerischen Gemeindeordnung, nach der Trochtelfingen Landgemeinde  wurde

Um 1900

Auf der Haid werden 190 Hügelgräber entdeckt und katalogisiert (u.a. von Herrn Johannes Dorn, Haid, 1853 bis 1925)

05.11.1901

Eröffnung der Eisenbahnlinie Gammertingen-Kleinengstingen

1914

Bau des ersten Umspannwerkes {Vorstadt, heute städt. Bauhof}

26.12.1920

Brand des Fruchtkastens (Neubau von 1737)

24.08.1921

Gasthof „Hirsch“ abgebrannt (Ostgiebel 21 m hoch ) {heute Marktstrasse 28}

1926

Trochtelfingen kommt zum Landkreis Sigmaringen

1927

Beginn der Textilindustrie durch Fa. Gebrüder Mayer, Burladingen

1930/1931

Kirchenrenovation der Kirche St. Martin, Aufdeckung des Fresko „Das Jüngste Gericht“

09.04.1933

Der neu gewählte Gemeinderat tritt geschlossen zurück (einige Mitglieder waren der NSDAP beigetreten)

01.08.1936

Partei (NSDAP) ernennt neue Gemeinderatsmitglieder

1936

Gemeinde baut an Stelle des Fruchtkastens neues Rathaus

24.04.1945

Einmarsch der Franzosen in Trochtelfingen

1945 – 1972

Trochtelfingen bei Südwürttemberg / Hohenzollern

1945

Trochtelfingen/Hohenzollern kommt zum neuen Südwürttemberg/Hohenzollern

1949

Gebrüder Schoser legen 3 Fachwerke frei (Pfarrgasse 2, Marktstr. 18 und Marktstr. 29 )

1951

Wiederverleihung der Stadtrechte durch den Landtag Südwürttemberg/Hohenzollern

1951

Fa. Mestri verlegt ihren Textilbetrieb von Mägerkingen nach Trochtelfingen

1952

Ca. 250 Flüchtlinge bzw. Heimatvertriebene leben im Städtle

1953

Johann Marmor kehrt als letzter aus russischer Kriegsgefangenschaft heim

1954

Bau der Bitzesiedlung {westl. der ev. Kirche} durch die Kreisbaugenossenschaft für Vertriebene und Flüchtlinge

1956

Reste des Diebesturm (beim unteren Tor) abgebrochen

1957

Kunststoff-Produktion begonnen (Plastro - Mayer)

1958

Obere Ölmühle abgebrochen {unterhalb Kressenberg}

1959

Einweihung der ev. Christuskirche

1959

Aussegnungshalle und Kriegerdenkmal eingeweiht

1959

Das Transportgeschäft Alfred Buck verlegt seinen Standort nach  Trochtelfingen

1959

Umgehungsstraße (B 313 neu) fertiggestellt

1960 – 67

Aussiedlung von 6 Landwirten (Aussiedlerhöfe)

1961

Angeworbene ausländische Arbeiter: 37 Italiener, 13 Griechen im Städtle

1962 / 63

Kirchenrenovation der St: Martinskirche ( u.a. werden die neugotischen Altäre und der Taufstein entfernt; die beiden Fenster neben dem Hochaltar zugemauert)

1965

1. Sammelkläranlage in Betrieb genommen {unterhalb der unteren Mühle}

1967

Stadt erhält erstmals einen 1. Preis beim Wettbewerb  „Das schöne Dorf“

1967

Neue Hauptschule eingeweiht, (Grundschule verbleibt im Schloß)

1968

Franz Freidler: Beginn mit Eierproduktion,

 

1977: Albgold-Teigwaren,

 

2002: Albgold-Kundenzentrum eingeweiht

1969

Mittlere Mühle hört als letzte unserer 4 Mühlen auf zu mahlen

1969

Karl Werner beginnt mit Herstellung von Kunststoffteilen

01.06.1969

Bahnstrecke Engstingen-Trochtelfingen stillgelegt

Ab 1970

Erschließung des Gewerbegebietes „Siemensstrasse/Unter Langen Halde“ in drei Etappen. Bis heute Ansiedlung mehrerer Industrie-Zweige.

1971

Fa. Hikro zieht in die neuen Räume in der Siemensstraße

1971 / 72

Errichtung des heutigen Umspannwerkes {an der Strasse zu den Dreherhöfen}

28.05.1972

Bahnstrecke Trochtelfingen-Gammertingen stillgelegt

1972

Kreisreform (Neugliederung der Kreise Sigmaringen und Reutlingen)

1972 – heute

Trochtelfingen kommt zum Landkreis Reutlingen

1972

Trochtelfingen kommt durch die Kreisreform/Kommunalreform zum Landkreis Reutlingen

Herbst 1974

Einführung von Straßennamen und Hausnummern. (Vorher bestand nur eine fortlaufende Nummerierung für die Feuerversicherung {Nrn. bis ca. 568}

01.01.1975

Trochtelfingen, Mägerkingen, Steinhilben, Wilsingen und Hausen a.d.L. bilden neue Stadt Trochtelfingen

1975

Fa. Fensterbau Hipp verlegt Produktion in Siemensstraße (Räume Fouquet)

1976

Christkindlesmarkt am 2. Adventsonntag eingeführt

1977

Erweiterungsbau der Hauptschule

1979

Stadtkern wird unter Denkmalschutz gestellt. Beginn der Stadtkernsanierung (1. Bürgerversammlung am 17.03.1977)

1979

Beginn der Flurbereinigung (Ende 1993)

Ende der 70-iger Jahre

Bau der Verbindungsstraße Trochtelfingen – Bingen (genannt „Highway“)

1981

Einweihung des Lauchertsee`s bei Mägerkingen

1981

Wird das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen

1981

Kath. Kirche St. Martin erhält eine neue Orgel

1983

Einweihung der neuen Sammelkläranlage {zwischen Mägerkingen und Mariaberg)

1983

Ev. Christuskirche bekommt eine Computer-Orgel

15.09.1984

Einweihung Feuerwehrgerätehaus

1985

Bürgerentscheid über Verkauf der Steinhilber E-Werk-Anteile am Verbandswasserwerk Gammertingen

1985

Fa. Vöhringer verlegt sein Werk nach Trochtelfingen (Werkstoffbeschichtung)

21.02.1987

Einweihung der Eberhard-von-Werdenberg-Halle (Turn- und Festhalle)

22.05.1988

Primiz von Neupriester  Edgar Eisele

1988

Einweihung der Pfarrscheuer (Pfarrheim)

1993

Evangelisches Gemeindezentrum wird eingeweiht

1997

Einweihung „Haus Hennenstein“ für altengerechtes und betreutes Wohnen

1999

Zubringerstraße zum Gewerbegebiet über Mühltal (Benzstraße) eingeweiht

01.05.2000

Einführung des Rad-Shuttle-Zuges im Rahmen der Alb-Bahn

2002 / 03

Kirchenrenovation St. Martin – Neuer Altar am 3. Advent 2003 durch Weihbischof Klug geweiht -

2004

Ehrenbürgerrecht an Johannes Martin Schoser verliehen

1. Mai 2004

Malergeschäft Josef/Franz Daz hört auf. Übernahme durch Malermeister Ralf Ott

13.12.2004

Pflegeheim „Haus im Grafentalweg“ beginnt mit der Belegung. Einweihung am 12.06.2005.

05.03.2006

Investitur des ersten evangelischen Pfarrers in Trochtelfingen (Pfarrer Roßbach)

Oktober 2005-März 2006

Einrichtung der neuen Haltestelle „Trochtelfingen Alb-Gold“ der Hohenz. Landesbahn (HzL), Einweihung 25.03.2006

Oktober-November 2006

Die Lücke im Radweg zwischen Trochtelfingen und Haid wird geschlossen. Der bisherige Fuß– und Fahrweg unterhalb der Burg wird hierzu ausgebaut.

Frühjahr 2006 – Mai 2007

Neubau der Bücherei; ehemals Haus Stroppel {Marktstrasse 23} 

21.01.2007

Bürgermeisterwahl; Bürgermeister Bisinger wird mit überwältigender Mehrheit erneut ins Amt gewählt. (Die Wahlbeteiligung liegt bei über 51 % der Wahlberechtigten)

1.1.2007

Adolf Schmid verstorben (82 Jahre alt), langjähriger Vorstand TSV, Berichterstatter bei Schwäbischer Zeitung und Reutlinger Generalanzeiger und aktiv in vielen Vereinen.

13.05.2007

Einweihung der neuen Bücherei (Marktstr. 23). Bei diesem Anlass wird der neue Bildband „Trochtelfingen“ vorgestellt.

1.-3.6.2007

Landestreffen der Bürgerwehren und Stadtgarden Württemberg-Hohenzollern. Die heimische Bürgerwehr feiert zugleich ihr 50-jähriges Jubiläum, ebenso der Fanfarenzug Trochtelfingen

 Juni 2007

Die Werdenbergschule feiert im Juni 40 Jahre Hauptschule in der Hohenbergstraße (Einweihung der Werdenbergschule im Juli 1967)

01.07.2007

Am 1 Juli tritt auch in Trochtelfingen das Nichtrauchergesetz in Kraft, wonach das Rauchen in öffentlichen Räumen untersagt ist.

26.07.2007

Auf dem Baugelände für den neuen „Edeka-Aktiv-Markt“ werden Brandgräber aus der Keltenzeit gefunden                                                                                                                                                   

18.08.2007

Siegfried Reiner, Beamter bei der Stadt verstirbt überraschend im Alter von 60 Jahren

August 2007

Früheres WLZ-Lagerhaus (heute Bay-Wa) gibt den Standort am Bahnhof auf und zieht in den Neubau Gewerbepark Haid

September 2007

Firma Plastro-Mayer feiert 50-jähriges Firmen-Jubiläum

September 2007

Pfarrer Reinhold Baumann verlässt nach 24 Jahren (ungern) Trochtelfingen. Sein neuer Wirkungsort ist Freudenberg am Main

Oktober 2007

Fahrrad-Fischer feiert sein 100-jähriges Jubiläum

Oktober 2007

Der GHV eröffnet die neue Ausstellung „Gastarbeiter“. Die Ausstellung Heimatvertriebene/Flüchtlinge wurde zuvor abgebaut

November 2007

Klimaloge Dr. Martin Widmann spricht in der neuen Bücherei über Klimawandel

Dezember 2007

Der neue Pfarrer heißt Frank Malzacher und wird am 3. Adventsonntag investiert

Dezember 2007

Eberhard Faigle tritt als Dirigent der Stadtkapelle (seit 1990) ab

21.12.2007

Unlimited in der Mühltalstraße hat ihre Tore geschlossen

31.12.2007

Auch das Gasthaus Ochsen steht leer, letzter Pächter war Starkoch Uwe Förster

01.01.2008

Zum 1. Januar verlässt Hauptamtsleiter Reinhard Will die Stadtverwaltung Trochtelfingen, an seine Stelle tritt Michael Weber

04.03.2008

Franz-Josef Fischer, Rösslewirt feiert mit geladenen Gästen seinen 60. Geburtstag

06.03.2008

Edeka-Aktiv-Markt E.u.G. Roggenstein eröffnet im Kapelleschweg einen neuen Markt (16.000 Artikel im Angebot)

19 / 20.03.2008

An Ostern liegt überall Schnee. Am Ostermontag werden bis 15 Grad Minus gemessen

15.04.2008

Eine Außenwohngruppe der Mariaberger Heime bezieht die neue Wohnanlage „Am Käppele“ Stationenweg 4 (Wohnhaus und Praxis des Herrn Dr. Winkelmann wurde zuvor abgerissen)

Gewerbepark Haid (ehemalige Eberhard-Finkh-Kaserne) hat mit Altlastenproblemen zu kämpfen

Juni 2008

Der TC-Rot-Weiß bekommt eine neue Beachvolleyball-Anlage. Im September wird die erste Stadtmeisterschaft durchgeführt

20.08.2008

Konrad und Barbara Sellenkowitsch feiern das seltene Fest der Gnadenhochzeit (70 Jahre verheiratet)

August 2008

Das Trochtelfinger Ferienprogramm 2008 für Kinder umfasst 20 Veranstaltungen, dargeboten von Vereinen und Organisationen

04.09.2008

Die Stadt nimmt am Schloss Probebohrungen vor. Auf 2,50 meter . Tiefe werden grob behauene Buckelquader gefunden, die auf einen Vorgängerbau schließen lassen.

15.09.2008

Bäckerei Heinz Schäfer, Marktstr. 50  übergibt nach 41 Jahren das Geschäft an Bäckerei Glocker

18.09.2008

Mathias Eisele (87 Jahre alt) verstirbt. Er war 33 Jahre lang Stadtrat und über 50 Jahre 1. Vorsitzender des Heimkehrerverbandes.

01.09.2008

Neue Energien werden installiert: Biogas-Kraftwerk im Gewerbepark Haid, Erdwärme für Privathäuser, Photovoltaikanlagen auf verschiedenen Hausdächern

Oktober 08

Die Seckachbrücke beim Rössle wird renoviert und erhält ein neues Geländer mit Kreis- und Stadtembleme

10.10.2008

Der Geschichts- und Heimatverein eröffnet neue Ausstellung „Auswanderer“

November 2008

Der „alte Edeka-Markt“ bekommt mit „Picks-Raus“ eine neue Nutzung

November 2008

Fahrrad Fischer/Spielwaren zieht in neue Räume bzw. Gebäude im Kapelleschweg 20

Dezember 2008

Bürgermeister Bisinger feiert mit Gästen und Vereinsvertretern in der alten Turnhalle seinen 60. Geburtstag

16.04.2009

Bundespräsident Köhler und seine Frau besuchen Alb-Gold und tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Trochtelfingen ein.

13.07.2009

Bäckerei Hanner feiert 50-jähriges Jubiläum

2009

Betriebserweiterungen der Firmen Fuchs und Hipp in Trochtelfingen, Firma Vöhringer baut eine große Halle (Gewerbepark Haid)

september / Oktober 2009

Abbruch DES WLZ Lagerhaus

April 2009

Stadtbrandmeister Peter Eisele wird in der Person als Gesamtkommandant der Stadt Trochtelfingen verabschiedet. Eiseles Nachfolgerin wird seine Tochter Barbara.

Juni 2009

Die Sanierungsarbeiten im Karrenweg sind abgeschlossen. Der Karrenweg wird nun als öffentliche Straße geführt.

26. Juli 2009

Die Evangelische Kirchengemeinde feiert „50 Jahre Christus-Kirche“ in Trochtelfingen mit Landesbischof Frank O. July.

9. Oktober 2009

Der Geschichts- und Heimatverein eröffnet seine neue Ausstellung: Die Geschichte der evang. Kirchengemeinde Trochtelfingen von 1851 bis heute.

2009

Renovierungsarbeiten am Schloss sind geplant und zum Teil begonnen.

2009

Die Stadt erleidet in Folge allgemeiner Wirtschafts- und Bankenkriese einen großen Einbruch der Einnahmen (insbesondere Gewerbesteuer)

2009

Die Stadt kauft das Waldgrundstück Kallenberg. Der Kallenberg soll im gegenwärtigen Zustand erhalten bleiben.

2010

Bauhofleiter Quido Klingenstein geht in Rente. Er stand 39 Jahre im Dienste der Gemeinde.

2010

Der neue Bebauungsplan „Grehenbergle-Nord“ weist 25 neue Bauplätze aus.

2010

Der DRK-Ortsverein Trochtelfingen feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Der GHV arbeitet für seine Ausstellung die Geschichte des DRK, sowie die Geschichte des Feuerwehrwesens bis heute auf.

2010

Forstrevierleiter, Gottfried Gaiser, des Forstreviers Trochtelfingen I tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist H. Martin Mauser.

2010

Die Fundament-Abdichtungsmaßnahmen am Schloss sind abgeschlossen, ein Opferputz, der die Feuchtigkeit aus den Wänden aufsaugen soll, ist angebracht.

2010

Die Holzhackschnitzel-Heizungsanlage im Schulzentrum Trochtelfingen ist in Betrieb genommen worden. Der Bunker fasst knapp 70 Kubikmeter, die benötigte Menge für eine Woche. 

18. Juli 2010

Klaus Freidler, Inhaber der Fa. Alb-Gold, erleidet bei einer Fahrrad-Tour den plötzlichen Herztod. Die Firma wird von Ehefrau Irmgard und den Söhnen Oliver und Andre weitergeführt. 

3. Oktober 2010

Etwas Neues bietet die Kirbe mit Tag der offenen Tür und kauffreiem Sonntag. Der Werbekreis ladet zum Trochtelfinger Frühstück, an einer  etwa 100 Meter langen Tafel in der Marktstraße, ein.  

 

 Aus Chronik Eisele/Schoser: zusammengestellt von Dr. G. Schoser und GHV  - Stand: 03.10.2010


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